Sicherung lässt sich nicht mehr einschalten: Warum sie sofort wieder zurückspringt

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Sicherung lässt sich nicht mehr einschalten Warum sie sofort wieder zurückspringt

Sicherung lässt sich nicht mehr einschalten: Warum sie sofort wieder zurückspringt

Die Küchensicherung ist ausgefallen. Der Wasserkocher wurde bereits ausgesteckt, trotzdem springt der Schalter beim Einschalten sofort wieder zurück. Kühlschrank und Deckenlicht laufen noch, aber die Steckdosen über der Arbeitsplatte bleiben ohne Strom.

Ein solcher Fall ist in der Praxis deutlich aussagekräftiger als die allgemeine Aussage „Die Sicherung ist kaputt“. Der betroffene Bereich, das zuletzt benutzte Gerät und das Verhalten des Schalters zeigen, in welche Richtung die Fehlersuche gehen muss.

Wenn eine Sicherung nicht oben bleibt, sollte sie nicht wieder und wieder eingeschaltet werden. Der Auslöser kann ein mobiles Gerät sein. Möglich sind aber ebenso eine Steckdose, ein fest angeschlossenes Gerät, eine beschädigte Verbindung oder eine Leitung. Entscheidend ist, was sich ohne Eingriff in die Installation gefahrlos ausschließen lässt.

Was bedeutet es, wenn die Sicherung sofort wieder zurückspringt?

Der Fehler ist höchstwahrscheinlich noch vorhanden. Der Schalter reagiert weiterhin auf den betroffenen Stromkreis und lässt sich deshalb nicht dauerhaft einschalten.

Das ist etwas anderes als eine einmalige Überlastung. Wenn zum Beispiel Wasserkocher, Mikrowelle und Kaffeemaschine gleichzeitig liefen, kann die Sicherung einmal abschalten. Nach dem Ausschalten der Geräte lässt sie sich häufig wieder einschalten. Springt sie dagegen sofort zurück, muss auch an einen Gerätefehler oder eine Fehlerstelle in der festen Installation gedacht werden.

Der Schalter selbst kann defekt sein, das ist aber nicht die erste Erklärung. Ein Austausch auf Verdacht wäre falsch, solange nicht geklärt ist, warum der Stromkreis auslöst.

Eine breitere Übersicht zu wiederkehrenden Ausfällen finden Sie im HTE-Pillar-Beitrag Sicherung springt ständig raus: Ursachen und sichere Sofortchecks.

Der wichtigste Hinweis: Was passierte direkt vor dem Ausfall?

Bei einem Termin beginnt eine sinnvolle Fehlersuche nicht am Werkzeugkoffer, sondern mit der Situation kurz vor dem Ausfall.

In einer Hamburger Mietwohnung kann das zum Beispiel so aussehen: Der Bewohner schaltet den Wasserkocher ein, hört ein kurzes Geräusch und die Steckdosen in der Küche fallen aus. Der Wasserkocher wird entfernt, die Sicherung hält trotzdem nicht mehr. Das spricht dafür, dass nicht nur die momentane Belastung eine Rolle spielt. Die Steckdose, eine Verbindung oder ein weiterer Verbraucher im gleichen Stromkreis kann betroffen sein.

Ein anderer Fall: Nach dem Bohren für ein Regal ist das Schlafzimmer ohne Strom. Die Sicherung springt bei jedem Versuch zurück. Hier muss der zeitliche Zusammenhang mit der Bohrung unbedingt genannt werden. Niemand sollte selbst die Bohrstelle oder eine Steckdose öffnen.

Auch Feuchtigkeit ist ein wichtiger Hinweis. Wenn der Ausfall nach einer undichten Waschmaschine, nach Arbeiten im Bad oder bei einem Außenanschluss auftritt, gehört diese Information direkt in die Störungsmeldung.

Welche Geräte können Sie wirklich ausschließen?

Ziehen Sie nur frei zugängliche, mobile Geräte im betroffenen Bereich aus den Steckdosen. Dazu gehören beispielsweise Wasserkocher, Kaffeemaschine, Mehrfachsteckdose, Tischlampe, Fernseher oder Heizlüfter.

Feste Einbaugeräte werden leicht übersehen. Kühlschrank, Geschirrspüler, Dunstabzug, Boiler oder eine fest angeschlossene Beleuchtung können weiterhin am Stromkreis hängen, obwohl auf den ersten Blick „alles ausgesteckt“ wurde.

Versuchen Sie nach dem Trennen der mobilen Geräte höchstens einmal, die Sicherung wieder einzuschalten. Bleibt sie oben, sollte nicht sofort alles gemeinsam angeschlossen werden. Ein Gerät mit warmem Stecker, beschädigtem Kabel oder Schmorgeruch darf gar nicht mehr benutzt werden.

Springt die Sicherung erneut zurück, ist weiteres Probieren nicht sinnvoll. Dann bleibt der Stromkreis bis zur Kontrolle ausgeschaltet.

Drei reale Fehlerbilder, die ähnlich aussehen

1. Ein mobiles Gerät verursacht den Ausfall

Die Sicherung hält, sobald ein bestimmtes Gerät ausgesteckt ist. Beim erneuten Anschließen dieses Geräts fällt sie wieder. Dann liegt der Verdacht beim Gerät, seinem Kabel oder Stecker. Die feste Steckdose sollte trotzdem betrachtet werden, wenn Wärme, Verfärbungen oder ein lockerer Sitz aufgefallen sind.

2. Die Sicherung hält auch ohne mobile Geräte nicht

Hier kommen feste Verbraucher, Steckdosen, Klemmstellen oder Leitungen infrage. In einer Küche kann etwa ein Einbaugerät weiterhin verbunden sein. In einem Wohnraum kann eine beschädigte Steckdose weitere Anschlüsse im gleichen Stromkreis beeinflussen.

3. Der Schalter bleibt oben, aber der Bereich hat trotzdem keinen Strom

Das ist ein anderes Problem. Dann kann die Versorgung an einer vorgelagerten Stelle oder innerhalb der Leitung unterbrochen sein. Dazu passt der bereits veröffentlichte Beitrag Kein Strom, obwohl alle Sicherungen drin sind.

Warum darf die Sicherung nicht mit Gewalt eingeschaltet werden?

Der Schalter soll bei einem Fehler abschalten. Festhalten, mehrfaches schnelles Einschalten oder ein provisorisches Blockieren beseitigt die Ursache nicht.

In der Praxis passiert es häufig, dass Bewohner den Automaten zehnmal hintereinander betätigen. Dadurch entsteht keine bessere Diagnose. Im Gegenteil: Bei einer beschädigten Steckdose oder Verbindung wird der problematische Bereich immer wieder zugeschaltet.

Der richtige Schritt ist einfacher: Geräte gefahrlos trennen, einmal kontrollieren, Ergebnis notieren und den Stromkreis ausgeschaltet lassen, wenn der Fehler bleibt.

Welche Warnzeichen ändern die Dringlichkeit?

Schmorgeruch, Knistern, Rauch, Funken, starke Wärme oder sichtbare Verfärbungen bedeuten: Nicht weiter einschalten und den Bereich nicht benutzen.

Eine Steckdose, die warm wird oder verschmort riecht, ist ein eigenes Warnbild. Im Beitrag Steckdose wird warm oder riecht verschmort wird erklärt, warum nicht nur der sichtbare Einsatz, sondern auch Anschluss und Stromkreis beurteilt werden müssen.

Bei Rauch oder offenem Feuer verlassen Sie den Gefahrenbereich und wählen den Notruf. Bei einem reinen Ausfall ohne solche Anzeichen bleibt der Stromkreis ausgeschaltet, bis die Ursache gefunden wurde.

Was prüft ein Elektriker bei diesem Fehler tatsächlich?

Ein Elektriker tauscht nicht automatisch die Sicherung. Zuerst wird geklärt, welcher Stromkreis betroffen ist und ob der Fehler von einem Gerät oder von der festen Installation kommt.

Je nach Situation werden unter anderem die Absicherung, erreichbare Steckdosen, feste Verbraucher und die Leitungsabschnitte des betroffenen Bereichs kontrolliert. Der Stromkreis kann abschnittsweise eingegrenzt werden, bis die Fehlerstelle gefunden ist.

Das Ergebnis kann sehr unterschiedlich ausfallen: defektes Gerät, beschädigter Steckdoseneinsatz, lockere Verbindung, Fehler in einer Leitung oder ein verschlissener Sicherungsautomat. Erst nach dieser Einordnung lässt sich sagen, ob eine kleine Reparatur reicht.

Was sollten Mieter dem Vermieter schreiben?

Eine konkrete Meldung beschleunigt die Beauftragung. Statt „Der Strom geht nicht“ ist folgende Beschreibung hilfreicher:

„Die Sicherung für die Küchensteckdosen ist heute beim Einschalten des Wasserkochers ausgefallen. Wasserkocher und frei zugängliche Geräte sind ausgesteckt. Die Sicherung springt trotzdem sofort zurück. Kühlschrank und Küchenlicht funktionieren noch. Es gibt keinen Rauch oder Schmorgeruch.“

Damit weiß die Hausverwaltung, welcher Bereich betroffen ist, welche Kontrolle bereits erfolgt ist und ob akute Warnzeichen vorliegen.

Ist die feste Elektroinstallation betroffen, sollte sie nicht vom Mieter selbst geöffnet oder verändert werden.

HTE Elektrotechnik: Fehler im Stromkreis in Hamburg eingrenzen

HTE Elektrotechnik übernimmt in Hamburg die Fehlersuche an Sicherungen, Steckdosen, Leitungen, festen Geräteanschlüssen und Unterverteilungen.

Bei einer Sicherung, die nicht oben bleibt, wird nicht auf Verdacht ein Teil ausgetauscht. Zuerst wird der betroffene Stromkreis eingegrenzt. Danach ist nachvollziehbar, ob ein Gerät, eine Anschlussstelle oder die feste Installation repariert werden muss.

Weitere Informationen finden Sie unter Wartung und Instandhaltung sowie Elektroinstallation in Hamburg.

Häufige Fragen

Was tun, wenn die Sicherung sofort wieder rausfliegt?

Frei zugängliche Geräte ausstecken und den Schalter höchstens einmal erneut testen. Springt er wieder zurück, bleibt der Stromkreis ausgeschaltet.

Kann die Sicherung selbst defekt sein?

Ja, aber häufig liegt der Auslöser an einem Gerät, einer Steckdose, einer Verbindung oder einer Leitung. Das muss zuerst unterschieden werden.

Warum bleibt die Sicherung auch ohne Geräte nicht oben?

Feste Einbaugeräte können weiterhin verbunden sein. Ebenso ist ein Fehler in der festen Installation möglich.

Muss der ganze Sicherungskasten erneuert werden?

Nein. Bei vielen Fällen reicht eine gezielte Reparatur. Eine Erneuerung wird erst sinnvoll, wenn Zustand, Schutztechnik oder Kapazität des Verteilers insgesamt nicht mehr passen.